Herzlich
Willkommen
auf der Seite der 96er Jungs (2.E) des tus BERNE. Nun denken wir ist es auch mal
bei uns an der Zeit, uns kurz mit einem kleinen Bericht hier auf der
Fussball-Homepage zu presentieren.
Die
Meisten unserer Kinder spielen schon seit Ihrem 5. Lebensjahr beim tus BERNE
Fussball. Angefangen im sogenannten gut betreuten Fussballkindergarten bei Peter
Ehlert. Hier liefen unsere Sproesslinge noch wie ein bunter haufen hinter dem
Ball her und Peter gab ihnen die ersten richtungsweisenden Hinweise für diese
jetzige Mannschaft. Bei der F-Jugend übernahmen unsere jetzigen Trainer Mehmet
und Jonas das Training. Betreut wurden die Jungs damals noch von unserem Thomas
Hinrichsen, der jedoch aus beruflichen Gründen im Herbst 2004 ausscheiden
musste. Heute habe ich, Björn Sengelmann, diesen Teil übernommen und bereits
alle Kinder in mein Herz geschlossen. Zuvor war ich als Elternteil nur passiv
begeisterter Zuschauer und konnte mir nie vorstellen, so eine tolle Tätigkeit
zu übernehmen. Es bringt einfach viel Spass, mit den Kindern zu arbeiten.
Trainer
und Betreuer durchlaufen gerne die Höhen und Tiefen der Spiele. Wir fiebern bei
jedem Spiel unsere 96er mit und freuen uns über ihre Fortschritte. Unser Team
hat sich gefunden, was gleich noch in unserem Ausflugsbericht vom Ende August
2005 mit Humor dokumentiert wurde. Zum jetzigen Zeitpunkt besteht unser Kader
aus einem Torwart, 10 Feldspielern, zwei Trainern und einem Betreuer. Wir alle
sind mit Herz und Seele bei jedem Spiel dabei und einige von unseren Kleinen träumen
bereits in die Rolle eines Ballack irgendwann hineinzuschlüpfen. Aber alles in
allem ist unser oberstes Gebot der Spass am Fussball. Unser
Motto lautet: “Alle für Einen und Einer für Alle.“
Unser 96er Team.
Trainer:
Verteidiger:
Collin
Blumauer, Nils Sengelmann und Robert Zeh
Mittelfeld/Sturm:
Timo
Bielert, Onur Demir, Nils Gerecke, Fabian Höhne, Lukas Rode, Marco Theiss und
Philip Topalis
Betreuer:
Björn
Sengelmann
Erwähnen
möchte ich auf jeden Fall noch unser vier Kids, die um mehr Spielerfahrung zu
sammeln, zu der neuen 4.E gewechselt sind: Felix Felgentreff, Kevin-Justin
Sehrendt, Bartosz Smolinski und Joel Wollnick. Euch wünsche ich auf jeden Fall
alles Gute und ein Wiedersehen auf dem Elfer-Feld.
Im
Anschluss folgt unser Bericht zu unserer Ausfahrt.
Euer
Björn
Sengelmann
(Betreuer
der 2.E/Jahrgang 96)
96er Ausfahrt nach Sprötze vom 26.08.05 – 28.08.05

tus
BERNE 2.E
Endlich Freitag. Alles
eingepackt und ja nichts vergessen. Ich bin schon richtig aufgeregt, und
versuche Ruhe zu bewahren. Bloß nichts anmerken lassen. Ach ja, die Fußbälle
nicht vergessen und los. Erst das eine und dann das andere Kind abholen. Wir
treffen beim tus BERNE ein. Jetzt geht es endlich los. Nachdem das ganze Gepäck
in unseren drei Autos verstaut ist und die Kinder sich verabschiedet haben,
fahren wir (Betreuer, Anja und Trainer) mit unseren Kindern in Richtung Sprötze.
Man könnte denken, dass Gepäck reiche für eine Woche.
Wir sind gut vorbereitet.
Haben zuvor die Route besprochen und die Kassette mit den „Wilden Kerlen“ im
Gepäck. Wir wollen die große Baustelle auf der A7 umfahren und in Moorfleet
rauf auf die Autobahn. Das geht nämlich schneller und wir sparen Zeit. Der Weg
dorthin erwies sich bereits als sehr sehr lang. Wir waren wohl nicht die
Einzigen, die diese Idee hatten. Na ja, Mehmet erhält mitten auf dem
Schiffbeker Weg von mir die Anfahrtsliste.
Eben mal so von Auto zu Auto während wir im Stau vor der Ampel warten.
Er und Jonas wollen sich nachher von uns lösen und schon mal vorfahren. Ich weiß
ja den Weg. Denke ich.
Oh super, die Kinder sind gut
drauf und spielen Quartet. Nach einer Weile fragte das erste Kind, wie lange es
noch dauern würde und ob es nicht besser wäre, einen anderen Weg zu nehmen.
Ich dachte mir meinen Teil und antwortete mit etwas über einer Stunde Fahrzeit.
Zu diesem Zeitpunkt waren aber schon 35 Minuten verstrichen. Schließlich
erreichten wir nach gut 45 Minuten endlich die Autobahn. Nun konnte es ja
endlich schneller vorangehen. Oh
Schreck. Nichts geht mehr. 14 Km Stau ohne Ende bis zum Autobahnkreuz Süd. Also
Ruhe bewahren, überlegte ich. Na ja egal, hören wir eben Musik und sehen uns
die gestressten Autofahrer in der Blechlawine an. Normale Fahrzeit eigentlich 1
Stunde und 10 Minuten. Jonas hält es nicht mehr aus und schert aus unserer
mittleren Kolonne auf die äußerste linke Überholspur. Das geht nämlich
schneller – denkt er -. Ups die linke Seite bremst und bleibt stehen. Wir
locker mit einem Lächeln vorbei. Schadenfreude ist eben die beste Freude in so
einer Situation. Nach einer kurzen Weile, wird es auch mir zu bunt und ich
wechsle auf die ganz rechte Seite, weil die schneller voran geht. Anja mit Ihren
Kids hinterher. Dumm gelaufen. Jonas mit seinem Gespann überholt uns, während
die mittlere und rechte Spur diesen Mal zum stehen kommt. War wohl doch nichts.
Oh endlich. Wir erreichen die Autobahn in Richtung Bremen. Bald sind wir da.
Dibbersen müssen wir runter.
Anja hinter mir. Jonas, Mehmet und die Kids sind wohl mit 10 Minuten Vorsprung
vor uns. Anja und ich geben gas. Freie
Fahrt. „Highway to hell“.
Oh Dibbersen. Also runter,
sind ja gleich da. Alle freuen sich. Ich sehe Buchholz. Dann müsste ja auch
gleich Sprötze kommen. Ist ja wohl ausgeschildert. So ein Mist, wo habe ich
denn meine Karte. Ach ja, die hat ja Mehmet. Wir fahren weiter. Komisch ist nur,
dass Buchholz schon vorbei ist und wir auf einmal in Tostedt sind. Beifahrer
Colin ruft Mehmet an. „Wo seid ihr denn? Wir sind bereits in Sprötze......“.
Oh so ein Mist. Wir hätten zuvor in Richtung Soltau abbiegen müssen. Na ja,
nichts wie kehrt. Mein Handy hat inzwischen den Geist aufgegeben. Nach wenigen
Kilometern sehen wir freudestrahlend unsere heiß geliebten Trainer. Puh so ein
Glück. Ich war noch nie so glücklich, Mehmet am Kreisel winken zu sehen so
ohne Handy. Jonas übernimmt die Führung und nach wenigen Minuten erreichen wir
endlich unser Domizil. Gesamte Fahrzeit ca. 2 ½ Stunden!
Alle atmen auf.
Nachdem wir von dem überaus netten und jugendnahen Herbergsvater eingewiesen wurden und zuvor unsere Auto-Mama verabschiedet hatten, begannen wir mit der Zimmeraufteilung. Das war schon ein Akt für sich. Nachdem wir unsere Zimmer bewohnbar gemacht hatten, wunderten wir uns warum bei einigen Betten die Betttücher fehlten. „Meine Mama hat mir nichts mitgegeben!“ bekamen wir von unseren Sprösslingen zur Antwort. Nachdem wir bei den Meisten dann doch noch alles gefunden hatten und wir uns tatkräftig untereinander geholfen hatten, gab es endlich etwas essbares. Alle hatten Hunger und vor allem riesigen Durst. Als wir drei (Mehmet, Jonas und Björn) uns es endlich gemütlich gemacht hatten, begannen schon die ersten Kids aufzuspringen. Wo ist ein Ball. Können wir spielen. Das war mal wieder eine Lehre für uns. Wir mussten für den nächsten Tag unbedingt Regeln aufstellen. Gesagt getan. Die Kinder waren schneller weg als wir dachten. Fußball, Fußball und nochmals Fußball.

Trainer und Betreuer nutzten die kurze freie Zeit, um uns ein bisschen umzusehen. Die Gegend war einfach wunderbar. Dummerweise funktionierte unser Hightech hier nicht so gut. Wir hatten keinen Handyempfang. Es gab nur die Möglichkeit auf den nahe gelegenen Berg zu wandern (7.Minuten), um von dort zu telefonieren. Zum Glück übernahmen dies Jonas und Mehmet. Ich stöberte allein in der Gegend und genoss die Ruhe.
Als wir zurückkamen waren die Kinder im vollen Gang. Die Dunkelheit brach herein, und wir beschlossen die „Dreckspatzen“ unter die Dusche zu stellen. Der Herbergsvater bot uns freundlicher weise an, die Behindertendusche zu nehmen, damit die Kids nicht durch die ganze Jugendherberge traben mussten. Antwort einiger Kinder: „Da gehe ich nicht rein. Ich bin doch nicht behindert!“ Nachdem mit unseren Engelszungen der Sachverhalt geklärt war, wurde ausgiebig geduscht. Puh, hoffentlich kann ich gleich in die Koje. Dachte ich.
Als wir noch ein paar Umzüge
der Kinder bewältigt hatten und die Zähne geputzt waren, war es an der Zeit
schlafen zu gehen. Betreuer und Trainer zogen sich in ihrem Zimmer zurück. Die
Meisten (Kids) dachten - dies sei die Zeit des Aufbruchs - und nahmen sogleich
das Zepter in die Hand. KISSENSCHLACHT. Vielleicht können wir auch noch einige
ein bisschen ärgern. Komischer Weise hörten wir immer nur ein Kind aus der
Schar. COLIN. Die anderen waren immer so schlau, dass sie zwar mitmachten, aber
doch so leise, dass man sie nicht hören konnte.
Nachdem unser Jonas ein Machtwort gesprochen hatte, legte sich die Unruhe.
Auf Wunsch von Mehmet begannen
wir ihm Skat beizubringen, weil er dies für eine baldige Ausfahrt benötigte.
Wir reizten und reizten und die Zeit verging bis der kleine Nili meinte, dass
wir „Kreuz“ nicht so laut aussprechen sollten, weil ja Bettruhe ist. Oh,
hatten wir in unserem Eifer gar nicht gemerkt. Mehmet erwies sich als wahrer
Zocker. Ich meinte nur „Anfängerglück“ und wir gingen ins Bett.
Die Nacht war sehr kurz.
Bereits um 6:45 Uhr erblickte ich die Dunkelheit. Oh, Colin ist auch schon wach.
Um 7:30 Uhr begann ich die Trainer ebenfalls ins wahre Leben zurückzuholen und
begrüßte unser Team.
Nachdem wir alle uns mit
Milch, Kaffee und Brötchen gestärkt hatten und die Wirtschafterin wusste, was
die Berner Jungs am Liebsten mochten, nämlich Nutella,
hatten
die Trainer die glorreiche Idee, ein bisschen zu joggen. Also alle anziehen und
draußen vor der Tür treffen. Wir trabten also los. Jonas gab das Tempo an und
der Betreuer hinten weg. Kreuz und quer durch die Heide. Hügel hoch und Hügel
runter. Auf zum nahegelegenen Wald. Mein Herzschrittmacher hielt mich ganz schön
auf Trab und schließlich konnte ich Mehmet dazu überreden, eine kleine
Gymnastikeinlage einzulegen. Ich machte nicht mit, weil ich ja Fotos schießen
musste. Was für ein Glück, weil ich bereits jetzt schon außer Atem war.


Nach der kurzen Pause ging es
auch genauso rasant weiter. Kaum zu glauben wie viel Kraft bereits jetzt schon
in unserem Team steckt. Ich hätte jetzt gerne ein Pferd oder ein Fahrrad
gehabt. Als wir nach einem kleinen nicht näher erwähnten Zwischenfall wieder
am Berg angekommen waren, begangen die Kinder doch glatt den Berg hoch zu
sprinten. Ich traute meinen Augen nicht und war so froh nur Zuschauer zu sein.
Die Kinder aber hatten offenbar großes Gefallen daran. Sie lachten und machten
Späße. Oh, wie ist die Welt doch schön.
Bei der Jugendherberge
angekommen, begann nun der zweite Teil des Trainings. Es war schließlich noch
keine 12.00 Uhr. Hütchenlaufen und Taktik. Als auch dieser Teil beendet war
ging es ab zum Duschen. Zum Glück hatten wir zuvor gesagt, dass die Schuhe
ausgezogen werden. So brauchten wir nur halb so viel zu fegen!
Beim Essen ging alles glatt.
Obwohl einige dachten, gebetsartig essen zu müssen, was uns ältere sehr
erstaunte. Aber vielleicht ist dies ja Inn. Man lernt nie aus ;-). Den Kindern
kam die Erkenntnis, dass es doch zu Hause am Besten schmeckt. Nachdem wir
unseren Wackelpudding reingeschlungen hatten, wurde abgeräumt. Der Slogan war
die Lautesten zu erst. Also Colin, Marco, Fabian und Philip mal ran ans
Ausfegen. Nils hoch 2, Joel und Timo übernahmen das Abtrocknen. Um 12:45 Uhr
standen die Meisten bereits am Kiosk. Endlich Cola und Süßes. Einige deckten
sich auch gleich mit einem Vorrat ein. Man kann ja nie wissen wie die Feste
kommen.
Nun war bis 17:00 Uhr Freizeit
angesagt und die Kinder zogen los. Ja, natürlich mal wieder Fußball. Wir drei
(Trainer/Betreuer) versuchten unser Glück im Spiel. Mehmet erwies sich mal
wieder als Abzocker. Um 15:00 Uhr kam Nils G. dann auf die Idee, dass es ja hier
Eidechsen geben würde. Ich fand das recht interessant und beschloss mit einigen
Kids los zu marschieren. Dies sprach sich schnell rum und schon waren wir zu 12.
Alle erwiesen sich als wahre Abenteurer.
Als
unerschrocken erwies sich aber Timo. Nils fand eine etwa 15 cm lange Eidechse.
Ich meinte nur: „Vorsicht, lasst Sie leben.“ Timo griff die Eidechse, als
wenn es ein Ball wäre, ohne jegliche Angst. Ich meinte nur toll. Auch als die
Eidechse bereits wieder abgesetzt wurde, liebte sie Timo? Die Eidechse beschloss
sogleich über seinen Schuh an der Hose bis hinauf zum T-Shirt zu klettern. So
liebte sie Timo. Erst als einer der Kinder meinte, dass die Zecke auf der
Eidechse wohl nicht so schön aussieht, beschlossen wir einstimmig die Eidechse
wieder der freien Natur zu überlassen. Dies tat Robert sogleich.
Unsere Gruppe dezimierte sich auf sechse, weil dann doch die Wanderung für einige zu anstrengend war. Wir beschlossen zur Höllenschlucht zu gehen. Dies schafften wir aber leider nicht bis 17.00 Uhr, weil unser Onur die Landschaft liebte.
Um
kurz nach 17.00 Uhr trafen wir nach einer Lehrreichen Wanderung durch die
Heidelandschaft an der Jugendherberge ein. Es gab nun Kuchen. Netterweise hatte
uns die Großmutter von Fabian leckeren Kuchen gebacken, den wir zusammen mit
dem Kuchen der Herberge dankend verschlangen. Der Kuchen war übrigens sehr
lecker. Besonders die Schokoladenstücke im Kuchen wurden gerne gegessen.
Um 18.00
Uhr begannen wir drei Grossen den Grill zu bestücken. Jonas und Mehmet
entdeckten Ihre Robinson-Gene und versuchten die Holzkohle zu entflammen.
Nachdem uns die Kinder bereits darauf hingewiesen hatten, dass sie langsam
Hunger hätten, gelang es uns schließlich mit vereinten Kräften die Würste um
19.00 Uhr richtig schön anzubraten. Salate und Brötchen gab es ebenfalls. Der
Hunger hielt sich in Grenzen. Alles was nicht richtig definiert werden konnte
wurde auch nicht probiert oder was der Bauer nicht kennt wird nicht gegessen.
Nach dem Grillen wittmeten wir uns dann dem...... ja Fußball. Es war eine Riesen Gaudi und alle hatten viel Spaß.
Um
21:30 Uhr beschlossen wir eine Nachtwanderung zur Höllenschlucht zu
machen. Problem war nur, dass zwei unserer Kids keine Lust hatten. Dies basierte
aufgrund von kleinen Nicklichkeiten untereinander. Alle oder keiner war unsere
Devise. Wir besprachen die Situation und überließen Sie Ihrem Schicksal, eine
Entscheidung zu treffen.. Alle oder keiner!
Nach 5 Minuten erbaten sich die Kids weitere Redezeit. Wir dachten nicht mehr an einen Erfolg, zumal es galt eine harte Nuss zu knacken. Wir wurden gerufen. Colin teilte uns mit, dass ALLE mitkommen. Sie bildeten einen Kreis und riefen Ihr Slogan: Wer sind wir? Wir sind ein Team!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Super, es hatte geklappt. Die
Jungs hatten es tatsächlich geschafft, eine Einheit zu bilden. Für uns drei
ein wirklich toller Erfolg. Die Jungs und speziell unser Kapitän sind über
sich hinaus gewachsen.
Bewaffnet mit unseren
Taschenlampen begangen wir unsere Wanderung. Wir Betreuer hatten leider keine
Lampe und deshalb unsere Mühe, den Weg zu sehen. Zuvor am Mittag auf dem Weg
zur Höllenschlucht erzählten mir einige Kinder höllische Dinge über Elfen,
Orks, Sternenkrieger und ermordete Kinder. Dies nahm ich nun zum Anlass, und
begann unserer Nachtwanderung ein bisschen interessanter zu gestalten. Ich
erinnerte mich an die Gespräche über den Herr der Ringe und begann sogleich
faszinierend von stinkenden Orks zu sprechen. Die stille Nacht wurde unheimlich
still. Die Kinder begannen zu gucken und zu riechen. Hätte ich gewusst, welche
Auswirkungen die Geschichte anrichten würde, hätte ich es garantiert
unterlassen. Wie war das noch. Tina hatte mich gewarnt. Aber die Kinder machten
vorher einen so erhabenen Eindruck, dass ich mir nicht hätte träumen lassen
was nun geschah. Wir kamen natürlich nicht bis zur Höllenschlucht. Wir
bildeten eine Gruppe mit den Trainern und etwa 5 Kindern und eine Suchergruppe
mit dem Rest. Problem war nur, wie kann man sich bewegen, wenn man 5 Kinder an
den Beinen und Händen hat. Wir mussten das Spiel abbrechen und ich sprach mit
Engelszungen auf unsere Kleinen ein. Ein wenig half es, um wenigstens relativ
gelassen in der Jugendherberge einzutreffen. Es war nun Feierabend.
Feierabend im wahrsten Sinne
des Wortes. Die Kinder waren so müde, dass dieses Mal kein Mucks zu hören war.
Die Kids waren völlig platt. Wir nutzen die Zeit bis zum Schlafen gehen mit
Skatspielen. Mehmet hatte dieses Mal wieder gute Karten. Wie macht er es bloß?
Alter Zocker....
Um
7:30 Uhr klingelte mein Wecker. Na nu, schon wieder aufstehen? Moment
warum so still. Ja, kaum zu glauben. Die Kinder und Trainer schliefen ruhig und
friedlich. Nur ich muss leider aufstehen. Also 7:40 Uhr wecken. Erst die Kids,
dann die Trainer. Alle haben gut geschlafen. Diesmal decke ich allein auf, weil
die Trainer und Kids nicht in die Pötte kommen. Es beginnt das Haselnussfrühstück.
Nach dem Frühstück ging es
daran alles klar Schiff zu machen. Alles muss gesäubert und gepackt werden.
Marco, Philip, Colin und Lukas müssen heute abtrocknen. Robert, Fabian und Onur
haben Fegedienst. Ausgerechnet der Betreuer passt auf. Echt erstaunlich wie man
sich zieren kann einen Müllbeutel auch nur anzufassen. Robert hatte seine Mühe.
Das Ding scheint vom anderen Stern zu sein. Zum Glück kam Ihm Nils G. zu Hilfe
und nahm ihm auf dem halben weg zum Müllcontainer den Beutel ab. Puh, gerettet.
Als wir eigentlich alle fertig
waren, sah ich Onur. Komisch wieso brauche ich auf einmal zwei Taschen um meine
Habseligkeiten zu verstauen. Ich bin doch vorher mit einer Tasche gekommen. Nach
ein paar hilfreichen Anweisungen meinerseits, schaffte er es dann seine
Habseligkeiten in einer Tasche und einer Tüte unterzubringen. Geschafft.
Jonas und Mehmet mussten sich
leider 10:30 abmelden, weil Jonas ein Punktspiel am selben Tag hatte und Mehmet
seinen Schiedsrichterverpflichtungen nachgehen musste. Also hieß es auch
Abschied nehmen von drei Kindern, weil wir zu wenig Autos hatten. Als wir Marco,
Colin und Lukas sowie unsere beiden großen Jungs verabschiedet hatten,
beschlossen wir doch noch zur Höllenschlucht zu wandern. Schließlich hatten
wir unser Mittagessen um 12.00 Uhr ja noch vor uns und noch viel Zeit.
Es ging
also los und wir schlüpften in die Rolle der Zwerge, Ritter, Elfen und jagten
die Orks. In der Höllenschlucht angekommen mussten wir eine laufende Elfe
passieren lassen. Ich konnte gerade noch die Joggerin vor den Kindern retten,
sonst wäre es ihr schlecht ergangen. Nachdem wir unser Ziel erreicht hatten und
feststellen mussten, dass einige Kinder wohl doch schon dem Kindsein entwichen
waren wurde mir klar, dass unsere Zeit viel zu knapp war. Wir würden zu spät
in der Herberge ankommen. Wir mussten also sofort und möglichst im Laufschritt
aufbrechen. Nils S. und Philip sowie Joel übernahmen die Vorhut, damit wir
schneller voran kamen. Dies gelang nicht ohne Probleme, weil nicht jeder gleich
schnell war. Ich lernte jedenfalls aus dieser Situation für die Zukunft, ein
bisschen mehr Zeit einzuplanen. Als wir schließlich abgehetzt und nach ein paar
Belehrungen von mir hinsichtlich dem Umgang mit der Natur an der Jugendherberge
angekommen waren, gab es zu essen und zu trinken. Es gab Nudeln mit Rindfleisch
und Tomatensauce. Nicht alle Kinder wussten das Essen zu schätzen und zogen es
vor, sich nur auf den Nachtisch zu stürzen.
Nun hieß es für alle warten. Der Haider musste her. Die Zeit vertrieben sich die Kinder mit Fussball. Wie sollte es auch anders sein. Wir bewunderten noch ein paar alte Oldtimer, die sich in der nähe von Sprötze zum Kaffeetrinken trafen und bei der Herberge parken durften.
Nachdem ich einige Male zwischen unserem Heideberg und der Herberge zum Telefonieren hergependelt war erschien endlich Haider. Noch nie war ich so glücklich einen Vater mit Auto zu sehen. Ich freute mich riesig, dass es endlich losging in Richtung Heimat. Haider hatte zum Glück einen Navi an Board. Auch wenn er nicht immer funktionierte, erreichen wir dieses Mal ziemlich schnell unser geliebtes Hamburg.
Und die
Moral von der Geschichte. Dieses Wochenende möchte ich nicht missen. Es war
sehr aufschlussreich und hat extrem viel Spaß gemacht. Zuvor hätte ich mir
dies nicht vorstellen können. Auch haben unsere Kinder einen enormen Sprung
nach vorne gemacht. Denn auch wenn ab und an ein paar Unstimmigkeiten
auftauchten, sie haben bewiesen, dass sie ein
Team sind.
Ich bedanke mich bei allen,
die diese Reise ermöglicht haben. Meinen ganz besonderen Dank geht an Andreas,
der sein Auto uns überlassen hat sowie an Anja und Haider, die die Kinder
sicher hin und zurückgefahren haben.
In diesem Sinne
Euer Betreuer

Björn
Sengelmann
Freitag,
2. September 2005