Herzlich Willkommen auf der Seite der 96er Jungs (2.E) des tus BERNE. Nun denken wir ist es auch mal bei uns an der Zeit, uns kurz mit einem kleinen Bericht hier auf der Fussball-Homepage zu presentieren.

Die Meisten unserer Kinder spielen schon seit Ihrem 5. Lebensjahr beim tus BERNE Fussball. Angefangen im sogenannten gut betreuten Fussballkindergarten bei Peter Ehlert. Hier liefen unsere Sproesslinge noch wie ein bunter haufen hinter dem Ball her und Peter gab ihnen die ersten richtungsweisenden Hinweise für diese jetzige Mannschaft. Bei der F-Jugend übernahmen unsere jetzigen Trainer Mehmet und Jonas das Training. Betreut wurden die Jungs damals noch von unserem Thomas Hinrichsen, der jedoch aus beruflichen Gründen im Herbst 2004 ausscheiden musste. Heute habe ich, Björn Sengelmann, diesen Teil übernommen und bereits alle Kinder in mein Herz geschlossen. Zuvor war ich als Elternteil nur passiv begeisterter Zuschauer und konnte mir nie vorstellen, so eine tolle Tätigkeit zu übernehmen. Es bringt einfach viel Spass, mit den Kindern zu arbeiten.

Trainer und Betreuer durchlaufen gerne die Höhen und Tiefen der Spiele. Wir fiebern bei jedem Spiel unsere 96er mit und freuen uns über ihre Fortschritte. Unser Team hat sich gefunden, was gleich noch in unserem Ausflugsbericht vom Ende August 2005 mit Humor dokumentiert wurde. Zum jetzigen Zeitpunkt besteht unser Kader aus einem Torwart, 10 Feldspielern, zwei Trainern und einem Betreuer. Wir alle sind mit Herz und Seele bei jedem Spiel dabei und einige von unseren Kleinen träumen bereits in die Rolle eines Ballack irgendwann hineinzuschlüpfen. Aber alles in allem ist unser oberstes Gebot der Spass am Fussball. Unser  Motto lautet: “Alle für Einen und Einer für Alle.“

Unser 96er Team.

Trainer:

Mehmet Fatiras und Jonas Oberdick

Tor:

Lasse Binder unsere Nr. 1

Verteidiger:

Collin Blumauer, Nils Sengelmann und Robert Zeh

Mittelfeld/Sturm:

Timo Bielert, Onur Demir, Nils Gerecke, Fabian Höhne, Lukas Rode, Marco Theiss und Philip Topalis

Betreuer:

Björn Sengelmann

Erwähnen möchte ich auf jeden Fall noch unser vier Kids, die um mehr Spielerfahrung zu sammeln, zu der neuen 4.E gewechselt sind: Felix Felgentreff, Kevin-Justin Sehrendt, Bartosz Smolinski und Joel Wollnick. Euch wünsche ich auf jeden Fall alles Gute und ein Wiedersehen auf dem Elfer-Feld.

Im Anschluss folgt unser Bericht zu unserer Ausfahrt.

Euer

Björn Sengelmann

(Betreuer der 2.E/Jahrgang 96)

96er Ausfahrt nach Sprötze vom 26.08.05 – 28.08.05

 

 

tus BERNE 2.E

Endlich Freitag. Alles eingepackt und ja nichts vergessen. Ich bin schon richtig aufgeregt, und versuche Ruhe zu bewahren. Bloß nichts anmerken lassen. Ach ja, die Fußbälle nicht vergessen und los. Erst das eine und dann das andere Kind abholen. Wir treffen beim tus BERNE ein. Jetzt geht es endlich los. Nachdem das ganze Gepäck in unseren drei Autos verstaut ist und die Kinder sich verabschiedet haben, fahren wir (Betreuer, Anja und Trainer) mit unseren Kindern in Richtung Sprötze. Man könnte denken, dass Gepäck reiche für eine Woche.

Wir sind gut vorbereitet. Haben zuvor die Route besprochen und die Kassette mit den „Wilden Kerlen“ im Gepäck. Wir wollen die große Baustelle auf der A7 umfahren und in Moorfleet rauf auf die Autobahn. Das geht nämlich schneller und wir sparen Zeit. Der Weg dorthin erwies sich bereits als sehr sehr lang. Wir waren wohl nicht die Einzigen, die diese Idee hatten. Na ja, Mehmet erhält mitten auf dem Schiffbeker Weg von mir die Anfahrtsliste.  Eben mal so von Auto zu Auto während wir im Stau vor der Ampel warten. Er und Jonas wollen sich nachher von uns lösen und schon mal vorfahren. Ich weiß ja den Weg. Denke ich.

Oh super, die Kinder sind gut drauf und spielen Quartet. Nach einer Weile fragte das erste Kind, wie lange es noch dauern würde und ob es nicht besser wäre, einen anderen Weg zu nehmen. Ich dachte mir meinen Teil und antwortete mit etwas über einer Stunde Fahrzeit. Zu diesem Zeitpunkt waren aber schon 35 Minuten verstrichen. Schließlich erreichten wir nach gut 45 Minuten endlich die Autobahn. Nun konnte es ja endlich schneller vorangehen.  Oh Schreck. Nichts geht mehr. 14 Km Stau ohne Ende bis zum Autobahnkreuz Süd. Also Ruhe bewahren, überlegte ich. Na ja egal, hören wir eben Musik und sehen uns die gestressten Autofahrer in der Blechlawine an. Normale Fahrzeit eigentlich 1 Stunde und 10 Minuten. Jonas hält es nicht mehr aus und schert aus unserer mittleren Kolonne auf die äußerste linke Überholspur. Das geht nämlich schneller – denkt er -. Ups die linke Seite bremst und bleibt stehen. Wir locker mit einem Lächeln vorbei. Schadenfreude ist eben die beste Freude in so einer Situation. Nach einer kurzen Weile, wird es auch mir zu bunt und ich wechsle auf die ganz rechte Seite, weil die schneller voran geht. Anja mit Ihren Kids hinterher. Dumm gelaufen. Jonas mit seinem Gespann überholt uns, während die mittlere und rechte Spur diesen Mal zum stehen kommt. War wohl doch nichts.

Oh endlich. Wir erreichen die Autobahn in Richtung Bremen. Bald sind wir da.

Dibbersen müssen wir runter. Anja hinter mir. Jonas, Mehmet und die Kids sind wohl mit 10 Minuten Vorsprung vor uns. Anja und ich geben gas. Freie Fahrt. „Highway to hell“.

Oh Dibbersen. Also runter, sind ja gleich da. Alle freuen sich. Ich sehe Buchholz. Dann müsste ja auch gleich Sprötze kommen. Ist ja wohl ausgeschildert. So ein Mist, wo habe ich denn meine Karte. Ach ja, die hat ja Mehmet. Wir fahren weiter. Komisch ist nur, dass Buchholz schon vorbei ist und wir auf einmal in Tostedt sind. Beifahrer Colin ruft Mehmet an. „Wo seid ihr denn? Wir sind bereits in Sprötze......“. Oh so ein Mist. Wir hätten zuvor in Richtung Soltau abbiegen müssen. Na ja, nichts wie kehrt. Mein Handy hat inzwischen den Geist aufgegeben. Nach wenigen Kilometern sehen wir freudestrahlend unsere heiß geliebten Trainer. Puh so ein Glück. Ich war noch nie so glücklich, Mehmet am Kreisel winken zu sehen so ohne Handy. Jonas übernimmt die Führung und nach wenigen Minuten erreichen wir endlich unser Domizil. Gesamte Fahrzeit ca. 2 ½ Stunden!

Alle atmen auf.

Nachdem wir von dem überaus netten und jugendnahen Herbergsvater eingewiesen wurden und zuvor unsere Auto-Mama verabschiedet hatten, begannen wir mit der Zimmeraufteilung. Das war schon ein Akt für sich. Nachdem wir unsere Zimmer bewohnbar gemacht hatten, wunderten wir uns warum bei einigen Betten die Betttücher fehlten. „Meine Mama hat mir nichts mitgegeben!“ bekamen wir von unseren Sprösslingen zur Antwort. Nachdem wir bei den Meisten dann doch noch alles gefunden hatten und wir uns tatkräftig untereinander geholfen hatten, gab es endlich etwas essbares. Alle hatten Hunger und vor allem riesigen Durst. Als wir drei (Mehmet, Jonas und Björn) uns es endlich gemütlich gemacht hatten, begannen schon die ersten Kids aufzuspringen. Wo ist ein Ball. Können wir spielen. Das war mal wieder eine Lehre für uns. Wir mussten für den nächsten Tag unbedingt Regeln aufstellen. Gesagt getan. Die Kinder waren schneller weg als wir dachten. Fußball, Fußball und nochmals Fußball.

Trainer und Betreuer nutzten die kurze freie Zeit, um uns ein bisschen umzusehen. Die Gegend war einfach wunderbar. Dummerweise funktionierte unser Hightech hier nicht so gut. Wir hatten keinen Handyempfang. Es gab nur die Möglichkeit auf den nahe gelegenen Berg zu wandern (7.Minuten), um von dort zu telefonieren. Zum Glück übernahmen dies Jonas und Mehmet. Ich stöberte allein in der Gegend und genoss die Ruhe.

 

Als wir zurückkamen waren die Kinder im vollen Gang. Die Dunkelheit brach herein, und wir beschlossen die „Dreckspatzen“ unter die Dusche zu stellen. Der Herbergsvater bot uns freundlicher weise an, die Behindertendusche zu nehmen, damit die Kids nicht durch die ganze Jugendherberge traben mussten. Antwort einiger Kinder: „Da gehe ich nicht rein. Ich bin doch nicht behindert!“ Nachdem mit unseren Engelszungen der Sachverhalt geklärt war, wurde ausgiebig geduscht. Puh, hoffentlich kann ich gleich in die Koje. Dachte ich.

 

Als wir noch ein paar Umzüge der Kinder bewältigt hatten und die Zähne geputzt waren, war es an der Zeit schlafen zu gehen. Betreuer und Trainer zogen sich in ihrem Zimmer zurück. Die Meisten (Kids) dachten - dies sei die Zeit des Aufbruchs - und nahmen sogleich das Zepter in die Hand. KISSENSCHLACHT. Vielleicht können wir auch noch einige ein bisschen ärgern. Komischer Weise hörten wir immer nur ein Kind aus der Schar. COLIN. Die anderen waren immer so schlau, dass sie zwar mitmachten, aber doch so leise, dass man sie nicht hören konnte.

Nachdem unser Jonas ein Machtwort gesprochen hatte, legte sich die Unruhe.

Auf Wunsch von Mehmet begannen wir ihm Skat beizubringen, weil er dies für eine baldige Ausfahrt benötigte. Wir reizten und reizten und die Zeit verging bis der kleine Nili meinte, dass wir „Kreuz“ nicht so laut aussprechen sollten, weil ja Bettruhe ist. Oh, hatten wir in unserem Eifer gar nicht gemerkt. Mehmet erwies sich als wahrer Zocker. Ich meinte nur „Anfängerglück“ und wir gingen ins Bett.

Die Nacht war sehr kurz. Bereits um 6:45 Uhr erblickte ich die Dunkelheit. Oh, Colin ist auch schon wach. Um 7:30 Uhr begann ich die Trainer ebenfalls ins wahre Leben zurückzuholen und begrüßte unser Team.

Nachdem wir alle uns mit Milch, Kaffee und Brötchen gestärkt hatten und die Wirtschafterin wusste, was die Berner Jungs am Liebsten mochten, nämlich Nutella, hatten die Trainer die glorreiche Idee, ein bisschen zu joggen. Also alle anziehen und draußen vor der Tür treffen. Wir trabten also los. Jonas gab das Tempo an und der Betreuer hinten weg. Kreuz und quer durch die Heide. Hügel hoch und Hügel runter. Auf zum nahegelegenen Wald. Mein Herzschrittmacher hielt mich ganz schön auf Trab und schließlich konnte ich Mehmet dazu überreden, eine kleine Gymnastikeinlage einzulegen. Ich machte nicht mit, weil ich ja Fotos schießen musste. Was für ein Glück, weil ich bereits jetzt schon außer Atem war.

 

 

Nach der kurzen Pause ging es auch genauso rasant weiter. Kaum zu glauben wie viel Kraft bereits jetzt schon in unserem Team steckt. Ich hätte jetzt gerne ein Pferd oder ein Fahrrad gehabt. Als wir nach einem kleinen nicht näher erwähnten Zwischenfall wieder am Berg angekommen waren, begangen die Kinder doch glatt den Berg hoch zu sprinten. Ich traute meinen Augen nicht und war so froh nur Zuschauer zu sein. Die Kinder aber hatten offenbar großes Gefallen daran. Sie lachten und machten Späße. Oh, wie ist die Welt doch schön.

Bei der Jugendherberge angekommen, begann nun der zweite Teil des Trainings. Es war schließlich noch keine 12.00 Uhr. Hütchenlaufen und Taktik. Als auch dieser Teil beendet war ging es ab zum Duschen. Zum Glück hatten wir zuvor gesagt, dass die Schuhe ausgezogen werden. So brauchten wir nur halb so viel zu fegen!

Beim Essen ging alles glatt. Obwohl einige dachten, gebetsartig essen zu müssen, was uns ältere sehr erstaunte. Aber vielleicht ist dies ja Inn. Man lernt nie aus ;-). Den Kindern kam die Erkenntnis, dass es doch zu Hause am Besten schmeckt. Nachdem wir unseren Wackelpudding reingeschlungen hatten, wurde abgeräumt. Der Slogan war die Lautesten zu erst. Also Colin, Marco, Fabian und Philip mal ran ans Ausfegen. Nils hoch 2, Joel und Timo übernahmen das Abtrocknen. Um 12:45 Uhr standen die Meisten bereits am Kiosk. Endlich Cola und Süßes. Einige deckten sich auch gleich mit einem Vorrat ein. Man kann ja nie wissen wie die Feste kommen.

Nun war bis 17:00 Uhr Freizeit angesagt und die Kinder zogen los. Ja, natürlich mal wieder Fußball. Wir drei (Trainer/Betreuer) versuchten unser Glück im Spiel. Mehmet erwies sich mal wieder als Abzocker. Um 15:00 Uhr kam Nils G. dann auf die Idee, dass es ja hier Eidechsen geben würde. Ich fand das recht interessant und beschloss mit einigen Kids los zu marschieren. Dies sprach sich schnell rum und schon waren wir zu 12. Alle erwiesen sich als wahre Abenteurer.

Als unerschrocken erwies sich aber Timo. Nils fand eine etwa 15 cm lange Eidechse. Ich meinte nur: „Vorsicht, lasst Sie leben.“ Timo griff die Eidechse, als wenn es ein Ball wäre, ohne jegliche Angst. Ich meinte nur toll. Auch als die Eidechse bereits wieder abgesetzt wurde, liebte sie Timo? Die Eidechse beschloss sogleich über seinen Schuh an der Hose bis hinauf zum T-Shirt zu klettern. So liebte sie Timo. Erst als einer der Kinder meinte, dass die Zecke auf der Eidechse wohl nicht so schön aussieht, beschlossen wir einstimmig die Eidechse wieder der freien Natur zu überlassen. Dies tat Robert sogleich.

 

Unsere Gruppe dezimierte sich auf sechse, weil dann doch die Wanderung für einige zu anstrengend war. Wir beschlossen zur Höllenschlucht zu gehen. Dies schafften wir aber leider nicht bis 17.00 Uhr, weil unser Onur die Landschaft liebte.

 

Um kurz nach 17.00 Uhr trafen wir nach einer Lehrreichen Wanderung durch die Heidelandschaft an der Jugendherberge ein. Es gab nun Kuchen. Netterweise hatte uns die Großmutter von Fabian leckeren Kuchen gebacken, den wir zusammen mit dem Kuchen der Herberge dankend verschlangen. Der Kuchen war übrigens sehr lecker. Besonders die Schokoladenstücke im Kuchen wurden gerne gegessen.

Um 18.00 Uhr begannen wir drei Grossen den Grill zu bestücken. Jonas und Mehmet entdeckten Ihre Robinson-Gene und versuchten die Holzkohle zu entflammen. Nachdem uns die Kinder bereits darauf hingewiesen hatten, dass sie langsam Hunger hätten, gelang es uns schließlich mit vereinten Kräften die Würste um 19.00 Uhr richtig schön anzubraten. Salate und Brötchen gab es ebenfalls. Der Hunger hielt sich in Grenzen. Alles was nicht richtig definiert werden konnte wurde auch nicht probiert oder was der Bauer nicht kennt wird nicht gegessen.

 

Nach dem Grillen wittmeten wir uns dann dem...... ja Fußball. Es war eine Riesen Gaudi und alle hatten viel Spaß.

 

Um 21:30 Uhr beschlossen wir eine Nachtwanderung zur Höllenschlucht zu machen. Problem war nur, dass zwei unserer Kids keine Lust hatten. Dies basierte aufgrund von kleinen Nicklichkeiten untereinander. Alle oder keiner war unsere Devise. Wir besprachen die Situation und überließen Sie Ihrem Schicksal, eine Entscheidung zu treffen.. Alle oder keiner!

Nach 5 Minuten erbaten sich die Kids weitere Redezeit. Wir dachten nicht mehr an einen Erfolg, zumal es galt eine harte Nuss zu knacken. Wir wurden gerufen. Colin teilte uns mit, dass ALLE mitkommen. Sie bildeten einen Kreis und riefen Ihr Slogan: Wer sind wir? Wir sind ein Team!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Super, es hatte geklappt. Die Jungs hatten es tatsächlich geschafft, eine Einheit zu bilden. Für uns drei ein wirklich toller Erfolg. Die Jungs und speziell unser Kapitän sind über sich hinaus gewachsen.

Bewaffnet mit unseren Taschenlampen begangen wir unsere Wanderung. Wir Betreuer hatten leider keine Lampe und deshalb unsere Mühe, den Weg zu sehen. Zuvor am Mittag auf dem Weg zur Höllenschlucht erzählten mir einige Kinder höllische Dinge über Elfen, Orks, Sternenkrieger und ermordete Kinder. Dies nahm ich nun zum Anlass, und begann unserer Nachtwanderung ein bisschen interessanter zu gestalten. Ich erinnerte mich an die Gespräche über den Herr der Ringe und begann sogleich faszinierend von stinkenden Orks zu sprechen. Die stille Nacht wurde unheimlich still. Die Kinder begannen zu gucken und zu riechen. Hätte ich gewusst, welche Auswirkungen die Geschichte anrichten würde, hätte ich es garantiert unterlassen. Wie war das noch. Tina hatte mich gewarnt. Aber die Kinder machten vorher einen so erhabenen Eindruck, dass ich mir nicht hätte träumen lassen was nun geschah. Wir kamen natürlich nicht bis zur Höllenschlucht. Wir bildeten eine Gruppe mit den Trainern und etwa 5 Kindern und eine Suchergruppe mit dem Rest. Problem war nur, wie kann man sich bewegen, wenn man 5 Kinder an den Beinen und Händen hat. Wir mussten das Spiel abbrechen und ich sprach mit Engelszungen auf unsere Kleinen ein. Ein wenig half es, um wenigstens relativ gelassen in der Jugendherberge einzutreffen. Es war nun Feierabend.

Feierabend im wahrsten Sinne des Wortes. Die Kinder waren so müde, dass dieses Mal kein Mucks zu hören war. Die Kids waren völlig platt. Wir nutzen die Zeit bis zum Schlafen gehen mit Skatspielen. Mehmet hatte dieses Mal wieder gute Karten. Wie macht er es bloß? Alter Zocker....

Um 7:30 Uhr klingelte mein Wecker. Na nu, schon wieder aufstehen? Moment warum so still. Ja, kaum zu glauben. Die Kinder und Trainer schliefen ruhig und friedlich. Nur ich muss leider aufstehen. Also 7:40 Uhr wecken. Erst die Kids, dann die Trainer. Alle haben gut geschlafen. Diesmal decke ich allein auf, weil die Trainer und Kids nicht in die Pötte kommen. Es beginnt das Haselnussfrühstück.

 

Nach dem Frühstück ging es daran alles klar Schiff zu machen. Alles muss gesäubert und gepackt werden. Marco, Philip, Colin und Lukas müssen heute abtrocknen. Robert, Fabian und Onur haben Fegedienst. Ausgerechnet der Betreuer passt auf. Echt erstaunlich wie man sich zieren kann einen Müllbeutel auch nur anzufassen. Robert hatte seine Mühe. Das Ding scheint vom anderen Stern zu sein. Zum Glück kam Ihm Nils G. zu Hilfe und nahm ihm auf dem halben weg zum Müllcontainer den Beutel ab. Puh, gerettet.

Als wir eigentlich alle fertig waren, sah ich Onur. Komisch wieso brauche ich auf einmal zwei Taschen um meine Habseligkeiten zu verstauen. Ich bin doch vorher mit einer Tasche gekommen. Nach ein paar hilfreichen Anweisungen meinerseits, schaffte er es dann seine Habseligkeiten in einer Tasche und einer Tüte unterzubringen. Geschafft.

Jonas und Mehmet mussten sich leider 10:30 abmelden, weil Jonas ein Punktspiel am selben Tag hatte und Mehmet seinen Schiedsrichterverpflichtungen nachgehen musste. Also hieß es auch Abschied nehmen von drei Kindern, weil wir zu wenig Autos hatten. Als wir Marco, Colin und Lukas sowie unsere beiden großen Jungs verabschiedet hatten, beschlossen wir doch noch zur Höllenschlucht zu wandern. Schließlich hatten wir unser Mittagessen um 12.00 Uhr ja noch vor uns und noch viel Zeit. 

Höllenschlucht

Es ging also los und wir schlüpften in die Rolle der Zwerge, Ritter, Elfen und jagten die Orks. In der Höllenschlucht angekommen mussten wir eine laufende Elfe passieren lassen. Ich konnte gerade noch die Joggerin vor den Kindern retten, sonst wäre es ihr schlecht ergangen. Nachdem wir unser Ziel erreicht hatten und feststellen mussten, dass einige Kinder wohl doch schon dem Kindsein entwichen waren wurde mir klar, dass unsere Zeit viel zu knapp war. Wir würden zu spät in der Herberge ankommen. Wir mussten also sofort und möglichst im Laufschritt aufbrechen. Nils S. und Philip sowie Joel übernahmen die Vorhut, damit wir schneller voran kamen. Dies gelang nicht ohne Probleme, weil nicht jeder gleich schnell war. Ich lernte jedenfalls aus dieser Situation für die Zukunft, ein bisschen mehr Zeit einzuplanen. Als wir schließlich abgehetzt und nach ein paar Belehrungen von mir hinsichtlich dem Umgang mit der Natur an der Jugendherberge angekommen waren, gab es zu essen und zu trinken. Es gab Nudeln mit Rindfleisch und Tomatensauce. Nicht alle Kinder wussten das Essen zu schätzen und zogen es vor, sich nur auf den Nachtisch zu stürzen.

 

Nun hieß es für alle warten. Der Haider musste her. Die Zeit vertrieben sich die Kinder mit Fussball. Wie sollte es auch anders sein. Wir bewunderten noch ein paar alte Oldtimer, die sich in der nähe von Sprötze zum Kaffeetrinken trafen und bei der Herberge parken durften.

Nachdem ich einige Male zwischen unserem Heideberg und der Herberge zum Telefonieren hergependelt war erschien endlich Haider. Noch nie war ich so glücklich einen Vater mit Auto zu sehen. Ich freute mich riesig, dass es endlich losging in Richtung Heimat. Haider hatte zum Glück einen Navi an Board. Auch wenn er nicht immer funktionierte, erreichen wir dieses Mal ziemlich schnell unser geliebtes Hamburg.

Und die Moral von der Geschichte. Dieses Wochenende möchte ich nicht missen. Es war sehr aufschlussreich und hat extrem viel Spaß gemacht. Zuvor hätte ich mir dies nicht vorstellen können. Auch haben unsere Kinder einen enormen Sprung nach vorne gemacht. Denn auch wenn ab und an ein paar Unstimmigkeiten auftauchten, sie haben bewiesen, dass sie ein Team sind.

Ich bedanke mich bei allen, die diese Reise ermöglicht haben. Meinen ganz besonderen Dank geht an Andreas, der sein Auto uns überlassen hat sowie an Anja und Haider, die die Kinder sicher hin und zurückgefahren haben.

 

 

In diesem Sinne

Euer Betreuer

 

 

 

Björn Sengelmann

Freitag, 2. September 2005